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Feuriger Elias auf der Panoramabahn: Historischer Museumszug fährt besondere Gäu-Rundfahrt

Am Sonntag, 8. November 2026, steht im Raum Stuttgart eine besondere Eisenbahnfahrt auf dem Programm. Der historische Museumszug „Feuriger Elias“ der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen Stuttgart e.V. (GES) soll bei einer Gäu-Rundfahrt auch die Stuttgarter Panoramabahn befahren.

Die Strecke führt von Korntal über die Panoramabahn nach Böblingen und anschließend über Leonberg zurück nach Korntal. Für Fahrgäste aus dem Strohgäu ist außerdem eine Verbindung von und nach Weissach vorgesehen.

Damit verlässt der Feurige Elias seine gewohnte Strecke und befährt Eisenbahnverbindungen, auf denen historische Museumszüge nur gelegentlich zu sehen sind.

Gerade die Fahrt über die Stuttgarter Panoramabahn dürfte für viele Eisenbahnfreunde zum Höhepunkt werden.

Gäu-Rundfahrt am 8. November 2026: Die Strecke im Überblick

Normalerweise ist der Feurige Elias auf der Strohgäubahn zwischen Korntal und Weissach unterwegs. Bei der Sonderfahrt im November geht es dagegen auf eine größere Rundreise durch die Region Stuttgart.

Der Veranstalter nennt folgende Streckenführung:

Weissach – Korntal – Böblingen – Leonberg – Korntal – Weissach

Die eigentliche Rundfahrt beginnt und endet in Korntal. Von dort führt die Strecke zunächst in Richtung Stuttgart und weiter über die Panoramabahn nach Böblingen.

Nach dem Aufenthalt beziehungsweise Fahrtrichtungswechsel in Böblingen soll der historische Zug über die Rankbachbahn in Richtung Renningen und anschließend über Leonberg nach Korntal zurückfahren.

Wer möchte, kann die Fahrt mit einer An- und Abreise auf der Strohgäubahn ab Weissach verbinden.

InformationDetails
VeranstaltungGäu-Rundfahrt mit dem Feurigen Elias
TerminSonntag, 8. November 2026
Start und ZielKorntal, optional Weissach
StreckeKorntal – Böblingen – Leonberg – Korntal
VeranstalterGES Stuttgart e.V.
FahrkartenÜber die GES erhältlich

Die genauen Abfahrtszeiten und die eingesetzten Fahrzeuge sollten vor der Anreise nochmals beim Veranstalter geprüft werden.

Aktuelle Informationen gibt es im offiziellen Fahrtenkalender der GES.

Mit dem Feurigen Elias über die Stuttgarter Panoramabahn

Die Panoramabahn gehört zu den interessantesten Eisenbahnstrecken im Stuttgarter Raum.

Sie ist Teil der historischen Gäubahn und führt von Stuttgart aus über die Höhen westlich des Talkessels in Richtung Vaihingen und Böblingen.

Ihren Namen verdankt sie den ungewöhnlichen Ausblicken auf Stuttgart. Besonders zwischen Stuttgart-Nord und dem Bereich Westbahnhof verläuft die Strecke oberhalb der dicht bebauten Stadt.

Aus den Zugfenstern bieten sich immer wieder Blicke auf den Talkessel, die umliegenden Wohngebiete und die bewaldeten Höhenzüge.

Früher war die Panoramabahn eine wichtige Verbindung für den Fern- und Regionalverkehr in Richtung Böblingen, Herrenberg und Singen.

Mit dem Bau der Stuttgarter S-Bahn veränderte sich ihre Rolle. Trotzdem gehört sie bis heute zu den markanten Eisenbahnstrecken der Landeshauptstadt.

Die geplante Fahrt mit dem Feurigen Elias ist deshalb besonders reizvoll. Ein historischer Zug passt hervorragend zu dieser traditionsreichen Strecke.

Eine Strecke mit besonderer Zukunft

Durch das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht die Panoramabahn seit Jahren im Mittelpunkt verschiedener Planungen.

Vor allem die künftige Anbindung und Nutzung der Strecke werden diskutiert.

Für Eisenbahnfreunde ist die Verbindung auch deshalb interessant, weil sie noch immer an die klassische Streckenführung der Gäubahn erinnert.

Im November werden auf der Panoramabahn sogar mehrere historische Sonderzüge erwartet.

Über die geplanten Fahrten mit den Lokomotiven 58 311 und E94 088 am 14. und 15. November haben wir bereits berichtet:

58 311 und E94 088: Historischer Sonderzug fährt über Stuttgarts Panoramabahn

Wer sich für historische Eisenbahnfahrzeuge im Großraum Stuttgart begeistert, bekommt damit gleich zwei interessante Novemberwochenenden.

Der Feurige Elias: Museumsverkehr mit langer Tradition

Hinter dem Feurigen Elias steht die Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen Stuttgart e.V., kurz GES.

Der Verein wurde bereits 1965 gegründet und gehört damit zu den traditionsreichen Museumsbahnvereinen in Deutschland.

Seit vielen Jahren betreibt die GES historische Züge auf der Strohgäubahn zwischen Korntal und Weissach.

Der Museumszug besteht aus historischen Personenwagen und wird bei Dampffahrtagen normalerweise von einer Dampflokomotive gezogen.

Besonders bekannt ist die Güterzugdampflok 50 2273.

Sie gehört zur Baureihe 50, einer vielseitigen Einheitsdampflokomotive, die ab Ende der 1930er-Jahre gebaut wurde.

Die Maschinen waren für den Güterzugdienst vorgesehen, kamen aber auch vor Personenzügen zum Einsatz.

Gerade auf Nebenbahnen waren die Lokomotiven wegen ihrer vergleichsweise geringen Achslast beliebt.

Unser Besuch bei der GES in Weissach

Wir waren am 13. September 2026 selbst beim GES in Weissach zu Besuch.

Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums der Strohgäubahn hatte der Verein seine Werkstatt geöffnet und zahlreiche historische Fahrzeuge gezeigt.

Besonders interessant war für uns die Dampflok 50 2273, die wir aus nächster Nähe fotografieren konnten.

Auch die Werkstatt und die weiteren Fahrzeuge des Vereins waren einen Besuch wert.

Unsere Bilder und Eindrücke findest du im ausführlichen Bericht:

Feuriger Elias in Weissach: Besuch beim GES mit Dampflok 50 2273

Weitere Informationen zum Verein, zum Fahrzeugbestand und zum Standort Weissach gibt es in unserem Ortseintrag:

GES Weissach: Historische Fahrzeuge und Museumsbahn

120 Jahre Strohgäubahn: Ein Jubiläumsjahr für den Feurigen Elias

Das Jahr 2026 ist für die Strohgäubahn ein besonderes Jahr.

Die Strecke zwischen Korntal und Weissach wurde 1906 eröffnet und feiert damit ihren 120. Geburtstag.

Ursprünglich sollte die Bahn vor allem die Gemeinden im Strohgäu besser an das Eisenbahnnetz anbinden.

Neben dem Personenverkehr spielte früher auch der Gütertransport eine wichtige Rolle. Landwirtschaftliche Erzeugnisse und andere Waren konnten über die Schiene transportiert werden.

Im Laufe der Jahrzehnte veränderte sich der Betrieb erheblich.

Heute verkehren moderne Triebwagen im regulären Personenverkehr zwischen Korntal und Heimerdingen.

Auf dem anschließenden Abschnitt nach Weissach findet dagegen kein regulärer Personenverkehr mehr statt. Gerade deshalb ist dieser Streckenabschnitt für die Museumszüge der GES besonders wichtig.

Der Feurige Elias erinnert daran, wie der Eisenbahnverkehr im Strohgäu früher ausgesehen hat.

Eine Strecke mit vielen kleinen Bahnhöfen

Die historische Strohgäubahn führt von Korntal über Münchingen, Schwieberdingen, Hemmingen und Heimerdingen bis nach Weissach.

Mit einer Länge von rund 22 Kilometern ist sie eine typische württembergische Nebenbahn.

Die Strecke verläuft überwiegend durch Felder, kleinere Ortschaften und die hügelige Landschaft des Strohgäus.

Gerade im Herbst bietet das schöne Fotomotive.

Mehr über die Strecke und frühere Fahrtage findest du auch in unserem Artikel:

Feuriger Elias fährt am 4. Oktober 2026 durch das Strohgäu

Über Böblingen und Leonberg zurück nach Korntal

Nach der Fahrt über die Panoramabahn erreicht der Museumszug Böblingen.

Von dort führt die geplante Rundfahrt über die Rankbachbahn in Richtung Renningen.

Diese Verbindung besitzt eine interessante Geschichte und wird heute von der S-Bahn-Linie S60 genutzt.

Für die Rückfahrt nach Korntal geht es anschließend über die Württembergische Schwarzwaldbahn.

Die Strecke verbindet unter anderem Renningen, Leonberg und Ditzingen mit Korntal.

Wer regelmäßig entlang dieser Strecke fotografiert, kennt die modernen S-Bahnen und Regionalzüge.

Ein historischer Museumszug wäre dagegen eine willkommene Abwechslung.

Besonders im Bereich Leonberg, Ditzingen und Korntal dürfte die Sonderfahrt deshalb auch für Eisenbahnfotografen interessant werden.

Wo kann man den Feurigen Elias fotografieren?

Die ungewöhnliche Streckenführung bietet verschiedene Möglichkeiten, den historischen Zug zu fotografieren.

Allerdings hängen geeignete Fotostandorte auch von der tatsächlichen Bespannung, der Fahrtrichtung und den endgültigen Durchfahrtszeiten ab.

1. Panoramabahn in Stuttgart

Die Panoramabahn ist sicherlich der interessanteste Abschnitt der Sonderfahrt.

Besonders in den Bereichen Stuttgart-Nord, Westbahnhof und Richtung Vaihingen gibt es Stellen, an denen sich die Bahnstrecke aus größerer Entfernung beobachten lässt.

Die erhöht verlaufende Trasse bietet interessante Möglichkeiten, einen Zug zusammen mit der Stadtlandschaft aufzunehmen.

Aufgrund dichter Bebauung und Vegetation sind allerdings nicht alle Streckenabschnitte frei einsehbar.

2. Leonberg und Umgebung

Auch zwischen Renningen und Leonberg gibt es verschiedene Möglichkeiten, Züge in einer eher ländlichen Umgebung zu fotografieren.

Gerade im Herbst kann die Landschaft mit ihren gefärbten Bäumen eine schöne Kulisse für einen historischen Zug bieten.

3. Zwischen Leonberg und Ditzingen

Dieser Streckenabschnitt gehört zu den interessanten Fotorevieren westlich von Stuttgart.

Wir haben in der Region bereits verschiedene Standorte besucht und auf Gleismomente beschrieben.

Dazu gehören unter anderem unsere Fotopunkte zwischen Ditzingen und Höfingen.

In der Übersicht unserer Eisenbahn-Fotopunkte findest du weitere Stellen im Großraum Stuttgart.

Wichtig ist jedoch, die genaue Streckenführung und Fahrzeit vorher zu prüfen. Nicht jeder Fotostandort liegt automatisch an der geplanten Route.

4. Bahnhof Korntal

Auch der Bahnhof Korntal bietet eine interessante Gelegenheit, den Museumszug zu beobachten.

Hier beginnt und endet die eigentliche Rundfahrt.

Außerdem erfolgt die Verbindung zur Strohgäubahn in Richtung Weissach.

Für Eisenbahnfreunde könnte es besonders interessant sein, die Rangierbewegungen und den historischen Zug im Bahnhofsbereich zu erleben.

Dabei sollten selbstverständlich nur öffentlich zugängliche Bereiche genutzt werden.

Fahrkarten für die Gäu-Rundfahrt

Die Fahrkarten werden von der GES angeboten.

Wer die komplette Rundfahrt erleben möchte, sollte sich möglichst frühzeitig um eine Reservierung kümmern.

Bei online gekauften Fahrkarten ist nach Angaben des Vereins eine Sitzplatzreservierung enthalten.

Weitere Fahrkarten können gegebenenfalls auch direkt am Bahnsteig oder im Zug erworben werden. Dabei besteht allerdings kein Anspruch auf einen Sitzplatz.

Wichtig ist außerdem, dass normale DB- und VVS-Fahrkarten in den Museumszügen der GES keine Gültigkeit besitzen.

Der Verein weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Ausfall der Dampflokomotive Ersatzfahrzeuge eingesetzt werden können.

Auch Änderungen am Programm sind möglich.

Deshalb empfiehlt sich vor der Anreise ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.

Fahrkarten und weitere Informationen: GES Stuttgart: Fahrtenkalender und Buchung

Ein besonderer Eisenbahntag für die Region Stuttgart

Die Gäu-Rundfahrt am 8. November 2026 dürfte für Eisenbahnfreunde in der Region Stuttgart interessant werden.

Der Feurige Elias ist normalerweise auf der Strohgäubahn unterwegs. Eine größere Rundfahrt über die Panoramabahn, Böblingen und Leonberg gehört dagegen zu den besonderen Veranstaltungen des Vereins.

Gerade die Verbindung aus historischen Fahrzeugen und bekannten Eisenbahnstrecken macht den Reiz dieser Fahrt aus.

Wer mitfahren möchte, kann die Region Stuttgart aus einer ungewöhnlichen Perspektive kennenlernen.

Und auch für Eisenbahnfotografen könnte der Sonntag einige interessante Motive bieten.

Bleibt zu hoffen, dass der geplante Fahrzeugeinsatz wie vorgesehen stattfinden kann und der Feurige Elias seine besondere Rundfahrt erfolgreich absolviert.

Stand: 30. Oktober 2026. Fahrzeiten, Fahrzeugeinsatz und Streckenführung können sich kurzfristig ändern.

Quellen und weitere Informationen

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