Rechner & Tools

Hier sammeln sich die Rechner, die mir beim Bau meiner eigenen Anlage gefehlt haben. Jeder von ihnen beantwortet eine Frage, die sich zwar von Hand lösen lässt, bei der man sich aber leicht verrechnet: Welchen Wert muss ich in den Decoder schreiben? Wie steil darf die Rampe werden? Passt dieser Wagen durch meinen Bogen?

Alle Werkzeuge laufen direkt im Browser, ohne Anmeldung und ohne Installation. Unter jedem Rechner steht ausführlich, wie er rechnet und worauf du in der Praxis achten musst – denn eine Zahl ohne Erklärung hilft selten weiter.

CV29 einfach berechnen

Welche Funktionen in CV29 aktiviert sind, hängt von den gesetzten Bits ab. Wer die einzelnen Werte von Hand zusammenrechnet, kann dabei schnell den Überblick verlieren. Mit unserem CV29-Rechner kannst du die gewünschten Einstellungen einfach auswählen und erhältst sofort den passenden Wert für deinen DCC-Decoder.

Du möchtest beispielsweise den Analogbetrieb deaktivieren, eine lange DCC-Adresse verwenden oder die Fahrtrichtung umkehren? Setze im Rechner die entsprechenden Optionen und übernimm anschließend den berechneten Wert in CV29.

DCC CV29-Rechner

Lange DCC-Adressen sicher umrechnen

Ab Adresse 128 verteilt ein DCC-Decoder die Lokadresse auf zwei Konfigurationsvariablen, nämlich CV 17 und CV 18. Diese Aufteilung von Hand auszurechnen ist fehleranfällig, und ein falsch gesetzter Wert führt zu einer Lok, die auf gar nichts mehr reagiert. Der DCC-Adressrechner nimmt dir die Umrechnung in beide Richtungen ab.

Dazu kommen zwei Fälle, die genauso oft für Stirnrunzeln sorgen: die Verbandsadresse für Mehrfachtraktionen in CV 19 und CV 20 sowie die Weichenadressen, bei denen sich die Zählweise am Stellpult und die Adresse am Decoderausgang unterscheiden. Die Rechenwege folgen den Normen RCN-225 und RCN-213.

DCC-Adressrechner

Den richtigen Kabelquerschnitt finden

Unter der Anlage entscheidet der Leitungsquerschnitt darüber, wie viel Spannung am Gleis überhaupt ankommt. Zu dünne Litze kostet Spannung, und das macht sich als schwache Fahrleistung am anderen Ende der Anlage bemerkbar – ein Fehler, den man lange sucht, weil an der Zentrale alles in Ordnung aussieht.

Der Kabelquerschnittsrechner ermittelt dir wahlweise den nötigen Querschnitt, den zu erwartenden Spannungsfall oder die maximal sinnvolle Leitungslänge. Hin- und Rückleiter sind dabei bereits berücksichtigt, du musst also nicht selbst verdoppeln.

Kabelquerschnittsrechner

Steigungen realistisch planen

Ob eine Lok ihre Rampe zuverlässig hochkommt, entscheidet sich lange vor dem ersten Betriebstag. Eine zu steile Steigung gehört zu den Fehlern, die sich später kaum noch korrigieren lassen, weil die gesamte Trassenführung daran hängt.

Beim Steigungsrechner gibst du zwei der drei Größen ein – Steigung, Streckenlänge oder Höhenunterschied – und bekommst die dritte. Dazu findest du belastbare Richtwerte, wie viel Steigung eine Modellbahnlok wirklich schafft, und welche Höhe du für eine Gleisüberquerung einplanen musst.

Steigungsrechner

Die Gleiswendel richtig auslegen

Für zehn Zentimeter Höhenunterschied braucht eine gerade Rampe bei moderater Steigung rund vier Meter Strecke. Diesen Platz hat kaum jemand übrig, und genau deshalb wickelt die Gleiswendel die Rampe zu einer Schraube auf. Damit das im Betrieb funktioniert, müssen Radius, Etagenabstand und Steigung zusammenpassen.

Der Gleiswendel-Rechner ermittelt aus zwei dieser Größen die dritte und zeigt dir außerdem, wie viele Umläufe nötig sind, wie viel Gleis du dafür brauchst und wie viel Fläche die Wendel am Ende wirklich frisst.

Gleiswendel Rechner

Den passenden Radius zum Fahrzeug finden

Kaum eine Entscheidung beim Anlagenbau ist so schwer zu korrigieren wie der gewählte Gleisradius. Ist er zu eng, entgleisen lange Fahrzeuge oder der Zug knickt im Bogen sichtbar ein. Ist er großzügig, frisst er Fläche, die anderswo fehlt.

Der Mindestradius-Check leitet aus der Fahrzeuglänge drei Werte ab: was gerade noch fährt, was sinnvoll ist und was vorbildnah aussieht. Dazu vergleicht er das Ergebnis mit den gängigen Standardradien von R1 bis R6 in deiner Baugröße.

Mindestradius-Check

Vorbildmaße in Modellmaße umrechnen

Eine einzige Zahl bestimmt alles: In H0 ist jedes Maß 87-mal kleiner als beim Vorbild, in Spur N 160-mal, in Spur Z sogar 220-mal. Wer nach Fotos oder Bauplänen baut, rechnet praktisch jedes Maß einzeln um – Fensterhöhen, Bahnsteiglängen, Dachüberstände.

Der Maßstabsrechner arbeitet in beide Richtungen und kennt alle Baugrößen von Spur Z bis Spur G, dazu einen frei wählbaren Maßstab für Zubehör in Zwischengrößen. Eine Tabelle zeigt dir dasselbe Vorbildmaß gleichzeitig in allen Baugrößen.

Maßstabsrechner

Die maßstäbliche Geschwindigkeit ermitteln

Eine Lok, die auf der Anlage „normal schnell“ aussieht, entspricht am Vorbild oft 250 Stundenkilometern und mehr. Der Grund ist ein Wahrnehmungsproblem: Auf zwei Metern Gleis fehlt uns der Vergleich, den wir am Bahndamm ganz selbstverständlich haben.

Der Geschwindigkeitsrechner rechnet Vorbild-Stundenkilometer in Zentimeter pro Sekunde um und sagt dir, wie lange dein Zug für einen Meter Gleis brauchen müsste. Umgekehrt ermittelt er aus einer gestoppten Zeit, welchem Vorbildtempo deine Lok gerade entspricht – die Grundlage, um CV 5 sauber einzustellen.

Geschwindigkeitsrechner

Dir fehlt ein Rechner? Schreib mir, welche Frage dich beim Bauen aufhält. Die Werkzeuge hier sind alle aus genau solchen Situationen entstanden.

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