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Härtsfeldbahn feiert gleich zwei Jubiläen: 125 Jahre Schättere und 25 Jahre Museumsbahn

Termin: Sonntag, 11. Oktober 2026
Ort: Härtsfeld-Museumsbahn, Neresheim

Die Härtsfeldbahn hat 2026 gleich zwei Gründe zum Feiern. Vor 125 Jahren wurde die Schmalspurbahn eröffnet, vor 25 Jahren begann der Museumsbahnbetrieb auf der wiederaufgebauten Strecke bei Neresheim.

Für Sonntag, den 11. Oktober 2026, war deshalb ein besonderer Betriebstag zum Doppeljubiläum vorgesehen. Wichtig für alle, die einen Besuch geplant hatten: Der Sonderbetriebstag am 11. Oktober ist inzwischen abgesagt worden. Der Termin wird auf der Veranstaltungsseite der Härtsfeld-Museumsbahn als entfallen geführt.

Das Jubiläum selbst bleibt natürlich bestehen und ist ein guter Anlass, einen Blick auf eine der interessantesten Museumsbahnen in Baden-Württemberg zu werfen.

Mehr zur Bahn, zum Standort und zur Strecke findest du auch auf unserer Ortsseite zur Härtsfeld-Museumsbahn.

125 Jahre Härtsfeldbahn

Die Geschichte der Härtsfeldbahn begann im Jahr 1901. Die meterspurige Schmalspurbahn führte von Aalen über Neresheim bis nach Dillingen an der Donau und erschloss damit zahlreiche Orte auf dem Härtsfeld.

Die Bahn wurde schnell zu einem wichtigen Verkehrsmittel für die Region. Neben Fahrgästen wurden auch Güter transportiert. Über Jahrzehnte gehörten die kleinen Züge zum Alltag auf der Ostalb.

Bis heute hat sich auch der Spitzname der Bahn gehalten: „Schättere“.

Woher dieser Name genau stammt, darüber gibt es unterschiedliche Erklärungen. Besonders passend ist er auf jeden Fall für eine Schmalspurbahn, deren Züge einst gemächlich über das Härtsfeld fuhren.

1972 war zunächst Schluss

Wie viele Nebenbahnen verlor auch die Härtsfeldbahn nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend Fahrgäste an Auto und Bus. Schließlich wurde der Betrieb 1972 eingestellt.

Danach verschwanden große Teile der Strecke. Gleise wurden abgebaut und Abschnitte der alten Trasse anderweitig genutzt. Damit hätte die Geschichte der Härtsfeldbahn eigentlich beendet sein können.

Eisenbahnfreunde sorgten dafür, dass es anders kam.

Seit 25 Jahren fahren wieder Museumszüge

Der Härtsfeld-Museumsbahn e.V. begann damit, Fahrzeuge, Gebäude und Überreste der alten Bahn zu erhalten. Noch ehrgeiziger war das Ziel, einen Teil der ehemaligen Strecke tatsächlich wieder aufzubauen.

2001 war es schließlich so weit: Auf dem ersten wiederhergestellten Abschnitt begann der Museumsbahnbetrieb.

Genau deshalb gibt es 2026 das zweite Jubiläum. Seit 25 Jahren fahren wieder Züge auf der Härtsfeldbahn.

Inzwischen reicht die Museumsstrecke von Neresheim bis Katzenstein und ist rund 5,6 Kilometer lang. Damit lässt sich die Geschichte der Schättere heute wieder bei einer echten Zugfahrt erleben.

Historische Fahrzeuge gehören zum Erlebnis

Interessant ist die Härtsfeld-Museumsbahn auch wegen ihrer Fahrzeuge. Besonders bekannt ist die Dampflok 12, die 1913 gebaut wurde und damit noch aus der Zeit der ursprünglichen Härtsfeldbahn stammt.

Ein weiteres markantes Fahrzeug ist die Diesellokomotive D 4 „JUMBO“. Wegen ihres Aussehens wird sie gelegentlich auch als „Härtsfeldkrokodil“ bezeichnet.

Dazu kommen historische Triebwagen und weitere Fahrzeuge, die an die unterschiedlichen Epochen der Bahn erinnern.

Wer sich für historische Eisenbahnen interessiert, bekommt in Neresheim deshalb mehr zu sehen als eine einzelne Museumslokomotive.

Bahnhof Neresheim als Mittelpunkt der Museumsbahn

Ausgangspunkt für die heutigen Museumszüge ist Neresheim. Hier befindet sich auch das Härtsfeldbahn-Museum im historischen Bahnhofsgebäude.

Ein Besuch lässt sich daher gut mit einer Fahrt auf der Museumsstrecke verbinden. Gerade für Familien ist das interessant, weil die historischen Fahrzeuge nicht nur in einer Ausstellung stehen.

Die Züge verlassen Neresheim auf echten Schmalspurgleisen und fahren über die wiederaufgebaute Strecke bis Katzenstein.

Unsere ausführliche Beschreibung mit weiteren Informationen findest du hier:

Härtsfeld-Museumsbahn in der Eisenbahn-Erlebniskarte von Gleismomente

Doppeljubiläum trotz abgesagtem Sonderfahrtag

Auch wenn der für den 11. Oktober geplante Jubiläums-Betriebstag nicht stattfindet, bleibt 2026 für die Härtsfeldbahn ein besonderes Jahr.

125 Jahre nach der Eröffnung der ursprünglichen Bahn und 25 Jahre nach dem Neustart als Museumsbahn fahren wieder Züge auf einem Teil der alten Strecke.

Gerade dieser zweite Teil der Geschichte ist bemerkenswert. Viele stillgelegte Nebenbahnen sind heute nur noch anhand alter Fotos oder einzelner Gebäude zu erkennen. Auf dem Härtsfeld wurde dagegen ein Abschnitt der Strecke wieder aufgebaut.

Damit ist aus einem Stück verschwundener Eisenbahngeschichte wieder eine Bahn geworden, in die Besucher tatsächlich einsteigen können.

Weitere Eisenbahnziele in Baden-Württemberg entdecken

Wer einen Besuch in Neresheim mit weiteren Eisenbahnzielen verbinden möchte, findet auf Gleismomente inzwischen zahlreiche passende Ausflugsziele.

Eine gute Ausgangsbasis ist unsere Übersicht Eisenbahnmuseen in Baden-Württemberg. Dort sammeln wir Museumsbahnen, Eisenbahnmuseen und historische Fahrzeuge im ganzen Bundesland.

Weitere Ziele findest du außerdem über unsere Eisenbahn-Erlebniskarte, auf der wir Museen, Museumsbahnen, historische Bahnhöfe und andere besondere Eisenbahnorte zusammentragen.

Die Härtsfeld-Museumsbahn gehört dabei zu den Orten, an denen Eisenbahngeschichte besonders lebendig geblieben ist. Aus einer 1972 stillgelegten Schmalspurbahn ist wieder eine betriebsfähige Museumsbahn geworden.

Und genau das macht das Doppeljubiläum 2026 so interessant.

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