Zuletzt aktualisiert am 22.09.2026
Auf mehr als 1.000 Metern Höhe versteckt sich im Hochschwarzwald eine Modelleisenbahn, die man an diesem Ort zunächst kaum erwarten würde. Im Café Feldbergblick im Titisee-Neustädter Ortsteil Schwärzenbach befindet sich die Feldbergblickbahn, eine vollständig digitalisierte Märklin-Anlage in Spur H0. Auf rund 32 Quadratmetern Anlagenfläche wurden etwa 220 Meter Gleis verlegt. Je nach Fahrprogramm sind gleichzeitig zwischen 15 und 25 Züge unterwegs.
Die Modellbahn besitzt einen eigenen Ausstellungsraum innerhalb des Café Feldbergblick. Dadurch lässt sich ein Besuch sehr gut mit einem Ausflug durch den Hochschwarzwald verbinden. Wer sich nach den vielen fahrenden Zügen eine Pause gönnen möchte, muss nur wenige Schritte weiter ins Café gehen.
220 Meter Gleis auf 32 Quadratmetern
Die technischen Daten der Feldbergblickbahn sind für eine private beziehungsweise familienbetriebene Schauanlage beeindruckend.
Nach Angaben des Betreibers liegen auf der Anlage rund 220 Meter Märklin-H0-Gleis. Die eigentliche Modellbahnfläche beträgt ungefähr 32 Quadratmeter. Auf den Strecken können Züge mit bis zu 25 Wagen und einer Gesamtlänge von etwa 3,30 Metern eingesetzt werden.
Der sichtbare Bereich ist dabei nur ein Teil des Gleisnetzes. Unter beziehungsweise hinter der Landschaft befindet sich ein Schattenbahnhof mit sieben Gleisen, die jeweils ungefähr vier Meter lang sind.
Dadurch können zahlreiche komplette Zuggarnituren außerhalb des sichtbaren Anlagenbereichs warten. Im laufenden Betrieb erscheinen immer wieder andere Züge aus Tunneln und verdeckten Streckenabschnitten.
Gerade bei einer Schauanlage ist das wichtig. Wenn Besucher eine halbe Stunde vor der Bahn stehen, sollen schließlich nicht ständig dieselben zwei oder drei Züge ihre Runden drehen.
Bis zu 25 Züge gleichzeitig
Je nach Programm verkehren 15 bis 25 Züge auf der Feldbergblickbahn. Gesteuert wird die Anlage vollständig digital und computergestützt. Als Steuerungssoftware kommt Win-Digipet zum Einsatz.
Damit der Computer jederzeit weiß, wo sich die einzelnen Züge befinden, wurden zahlreiche Rückmeldeabschnitte eingebaut. Der Betreiber nennt 67 Kontaktstrecken, über die die Positionen der Züge an die Steuerung gemeldet werden.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel Technik hinter einer automatischen Schauanlage steckt.
Für Besucher sieht es zunächst einfach aus: Ein Zug fährt aus einem Tunnel, hält am Bahnhof, ein anderer Zug verlässt gleichzeitig einen Schattenbahnhof und an anderer Stelle wird eine Fahrstraße gestellt.
Im Hintergrund muss der Computer jedoch ständig Gleisabschnitte überwachen, Weichen stellen und verhindern, dass zwei Züge gleichzeitig dieselbe Strecke befahren.
Rund 70 Weichen und 36 Signale
Zur Anlage gehören nach Betreiberangaben insgesamt 138 Magnetartikel.
Darunter befinden sich ungefähr 70 Weichen, 36 Signale und weitere Schaltfunktionen.
Allein diese Zahlen verdeutlichen, wie umfangreich die Anlage aufgebaut wurde. Eine große Zahl an Weichen ermöglicht abwechslungsreiche Fahrwege, Bahnhofsüberholungen und unterschiedliche Zugfolgen.
Gerade für Modellbahner lohnt sich deshalb ein Blick über die eigentliche Landschaft hinaus.
Während Familien vermutlich zuerst den fahrenden Zügen und kleinen Szenen folgen, ist für technisch interessierte Besucher spannend, wie Bahnhöfe, Schattenbahnhof und Blocksteuerung miteinander verbunden sind.
Fünf Bahnhöfe auf einer Anlage
In der Modelllandschaft befinden sich fünf Bahnhöfe, teilweise mit bis zu sechs Gleisen.
Dadurch gibt es wesentlich mehr Betriebsmöglichkeiten als bei einer Anlage, die lediglich aus einer zweigleisigen Paradestrecke besteht.
Züge können in Bahnhöfen halten, andere Garnituren überholen oder über verschiedene Streckenabschnitte weiterfahren.
Gerade große Bahnhofsbereiche sind bei Modellbahnanlagen allerdings Platzfresser. Bereits ein maßstäblich halbwegs glaubwürdiger H0-Bahnsteig benötigt schnell mehrere Meter Länge.
Dass sich auf 32 Quadratmetern gleich mehrere Bahnhöfe und umfangreiche Streckenabschnitte befinden, zeigt deshalb, wie dicht die Feldbergblickbahn aufgebaut ist.
Eigenes Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe
Für Dampflokfans gibt es einen eigenen Bereich.
Die Anlage besitzt ein Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe und sechsständigem Lokschuppen. Dazu kommen Bekohlung, Besandung, Entschlackungsanlage und Dieseltankstelle.
Einige dieser Einrichtungen dienen nur der optischen Gestaltung. Andere Funktionen sind tatsächlich beweglich.
Besonders interessant ist der Lokschuppen: Die Tore öffnen und schließen automatisch, wenn eine Lok den Schuppen verlässt oder hineinfährt.
Solche Details fallen beim ersten Blick leicht unter den Tisch. Wer sich die Anlage etwas länger ansieht, sollte deshalb besonders im Bereich des Bahnbetriebswerks auf die Abläufe achten.
Funktionierender Containerkran
Auch im Güterverkehr gibt es bewegliche Elemente.
Der Betreiber nennt einen funktionsfähigen Drehkran und Brückenkran, mit denen Container beispielsweise zwischen Lastwagen und Eisenbahnwagen umgesetzt werden können.
Damit beschränkt sich die Bewegung auf der Anlage nicht ausschließlich auf die Züge.
Gerade solche Funktionen sorgen bei einer Schauanlage dafür, dass Besucher auch absei
. Leider wurden keine Einträge gefunden. Bitte ändere deine Suchkriterien und versuche es erneut.
Leider konnte die API für den Kartendienst nicht geladen werden.
