Bahnhof in Rocrail abbilden: Blöcke, Weichen und Fahrstraßen
Zuletzt aktualisiert am 09.10.2026
Ein Bahnhof wird in Rocrail aus Blöcken, Weichen und Fahrstraßen aufgebaut. Wir betrachten einen kleinen Bahnhof mit zwei Gleisen.
Gleisbild als Betriebsplan zeichnen
Zeichne zuerst die vier Blöcke aus deinem Beispiel: links bk1, in der Mitte die beiden Bahnhofsgleise bk2 und bk3 und rechts bk4. Dazwischen liegen die Weichen W1 und W2. In bk2 und bk3 soll jeweils ein Zug halten können.
Weichen und Blöcke konfigurieren
Teste W1 und W2 einzeln über Rocview. Hinterlege anschließend die nutzbaren Blocklängen für bk2 und bk3 und kennzeichne Plus- und Minusseite sauber. Plane für Einfahrten von links aus bk1 die Sensoren für enter und in. Bei Einfahrten von rechts aus bk4 musst du die Ereigniszuordnung separat prüfen.
Fahrmöglichkeiten definieren
Richte zum Beispiel die Fahrstraßen bk1 nach bk2 und bk1 nach bk3 ein. Für die Weiterfahrt brauchst du außerdem passende Routen von bk2 nach bk4 und von bk3 nach bk4. Prüfe für jede Route die nötige Stellung von W1 und W2. Behandle die Gegenrichtung immer als eigenen Testfall.
Erste Zugbegegnung simulieren
Platziere eine Lok korrekt in bk2 und reserviere für eine zweite eine mögliche Einfahrt nach bk3. Kontrolliere dabei, ob beide Routen ohne widersprüchliche Weichenstellungen gestellt werden können. Führe den realen Versuch erst aus, wenn alle Rückmelder zuverlässig reagieren und die tatsächlichen Weichenlagen stimmen.
Wenn es nicht klappt
Wenn eine Fahrstraße das falsche Bahnsteiggleis nutzt, kontrolliere die definierte Route und die Stellung beider Weichen. Stelle die Weichen zunächst ohne fahrenden Zug.
Der komplette Bahnhof als Testprojekt
Beginne mit bk1 links, bk2 und bk3 in der Mitte und bk4 rechts. W1 verbindet die Einfahrt mit beiden Bahnhofsgleisen. W2 führt beide Gleise wieder zusammen. Lege erst die vier Blockobjekte an und teste die Weichen einzeln. So bleibt klar, welches Objekt für welche Aufgabe zuständig ist.
Vier grundlegende Fahrstraßen
Baue nacheinander bk1 → bk2, bk1 → bk3, bk2 → bk4 und bk3 → bk4 auf. Für die Gegenrichtung kommen weitere Routen hinzu. Hinterlege die tatsächliche W1- beziehungsweise W2-Stellung. Teste alle Wege im Stillstand, bevor du einen automatischen Zug startest.
Zwei Züge im Bahnhof
Eine Lok kann in bk2 stehen, während bk3 für eine weitere Lok frei bleibt. Entscheidend ist, dass Rocrail die Positionen kennt und keine konkurrierenden Fahrten über dieselbe Weiche zulässt. Starte deshalb mit einem Zug, kontrolliere alle Rückmelder und ergänze erst danach den zweiten Zug.
Darauf kommt es beim Praxistest an
Für eine Zugbegegnung kannst du eine Lok nach bk2 und eine zweite nach bk3 stellen. Rocrail muss beide Positionen richtig kennen. Eine weitere Fahrt durch den gemeinsamen Weichenbereich darf erst stattfinden, wenn die nötigen Weichen und Fahrstraßen verfügbar sind. Damit wird aus dem kleinen Bahnhof ein überschaubarer Test für die Reservierungslogik.
Weitere Anleitungen
Mehr zu diesem Thema: Rocrail Gleisplan erstellen: Die ersten Schritte. Rocrail Fahrstraßen erstellen und automatisch schalten. Blöcke in Rocrail einrichten: So funktioniert die automatische Zugsteuerung. Schattenbahnhof mit Rocrail steuern.
