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Rheintal-Anlage im Bau – Teil 2: Gleisplan erweitert, Blocksteuerung geplant und erste Gleistests

Nach der Vorstellung des Anlagenkonzepts im ersten Teil der Serie möchte ich mich zunächst ganz herzlich für das überwältigende Feedback bedanken. Die vielen Kommentare, Ideen und Anregungen haben mich sehr gefreut und in meiner Entscheidung bestärkt, die Rheintal-Anlage Schritt für Schritt mit euch aufzubauen.

In diesem zweiten Teil geht es bereits etwas tiefer in die Planung. Neben einer Erweiterung des Gleisplans standen die ersten Überlegungen zur späteren Blocksteuerung sowie umfangreiche Gleistests auf dem Programm.

Mehr Betrieb durch einen erweiterten Schattenbahnhof

Bereits bei den ersten Planungen wurde deutlich, dass der ursprünglich vorgesehene Schattenbahnhof zwar funktionieren würde, im späteren Anlagenbetrieb aber nur begrenzte Möglichkeiten bietet.

Aus diesem Grund habe ich den Gleisplan noch einmal überarbeitet.

Während zunächst pro Fahrtrichtung lediglich ein Durchfahrtsgleis und ein Abstellgleis vorgesehen waren, erhält der Schattenbahnhof nun jeweils ein zusätzliches Abstellgleis. Dadurch können künftig deutlich mehr Züge gleichzeitig bereitgestellt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • mehr Abwechslung im Fahrbetrieb
  • längere Zugfolgen ohne Eingriffe
  • mehr Güter- und Personenzüge gleichzeitig einsatzbereit
  • bessere Voraussetzungen für einen automatisierten Betrieb

Da der benötigte Platz ohnehin vorhanden ist, bietet sich diese Erweiterung bereits in der Planungsphase an.

Vorbereitung auf einen automatischen Fahrbetrieb

Auch wenn der eigentliche Anlagenbau noch ganz am Anfang steht, lohnt es sich bereits jetzt, an die spätere Steuerung zu denken.

Die Rheintal-Anlage soll später weitgehend automatisch betrieben werden können. Deshalb werden sämtliche Streckenabschnitte bereits bei der Planung in einzelne Blockbereiche unterteilt.

Jeder Block erhält dabei zwei Rückmeldeabschnitte:

  • Enter – erkennt den einfahrenden Zug.
  • In – meldet den vollständig eingefahrenen Zug.

Diese Aufteilung ermöglicht später einen sicheren und realistischen Zugbetrieb, unabhängig davon, ob die Anlage mit einer klassischen Blocksteuerung oder einer PC-Steuerung betrieben wird.

Die geplante Blockaufteilung

Die einzelnen Bereiche der Anlage übernehmen unterschiedliche Aufgaben.

Die roten Blöcke bilden den Schattenbahnhof sowie die Durchfahrtsgleise. Hier werden Züge automatisch verwaltet und bei Bedarf wieder auf die sichtbare Strecke geschickt.

Die grünen Blöcke dienen den Wendebereichen der Anlage. Da hier Richtungswechsel stattfinden, erhält jede Fahrtrichtung eigene Rückmelder.

Für die sichtbare Paradestrecke kommen schließlich die gelben Blöcke zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass mehrere Züge gleichzeitig sicher verkehren können und genügend Abstand zueinander einhalten.

Bereits in dieser frühen Planungsphase zeigt sich, wie wichtig eine durchdachte Blockeinteilung ist. Nachträgliche Änderungen wären deutlich aufwendiger und würden unnötigen Umbau bedeuten.

Erste Gleistests

Bevor die Module gebaut werden, wollte ich verschiedene Gleissysteme unter realistischen Bedingungen testen.

Dabei fiel meine Wahl zunächst auf ein Gleismaterial von DeAgostini, das ich günstig über eBay erwerben konnte. Sollte sich dieses im Test bewähren, könnte es künftig im verdeckten Bereich der Anlage – insbesondere im Schattenbahnhof – zum Einsatz kommen.

Für den sichtbaren Streckenabschnitt tendiere ich weiterhin zu Peco-Gleisen. Sie überzeugen durch ihre feine Optik und passen hervorragend zum gewünschten Erscheinungsbild der Anlage.

Test der Radien R2 und R3

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den kleineren Gleisradien.

Gerade bei einer kompakten Modulanlage lässt sich der Einsatz engerer Radien nicht immer vermeiden. Deshalb wurden verschiedene Fahrzeuge auf den Radien R2 und R3 getestet.

Besonders erfreulich war das Ergebnis bei längeren Personenzügen.

Selbst im Schiebebetrieb liefen sämtliche getesteten Fahrzeuge sowohl vorwärts als auch rückwärts zuverlässig durch die Bögen. Auch das DeAgostini-Gleismaterial hinterließ bislang einen sehr positiven Eindruck.

Natürlich werden die endgültigen Langzeiterfahrungen erst der spätere Anlagenbetrieb zeigen. Der erste Eindruck fällt jedoch ausgesprochen positiv aus.

Warum sich solche Tests lohnen

Gerade bei größeren Anlagenprojekten zahlt sich eine sorgfältige Vorbereitung aus.

Bevor Holz zugeschnitten oder Gleise endgültig verlegt werden, lassen sich durch einfache Testaufbauten viele spätere Probleme vermeiden.

So können unter anderem überprüft werden:

  • Fahrsicherheit verschiedener Fahrzeuge
  • minimale Gleisradien
  • Kupplungsverhalten langer Wagen
  • Materialqualität verschiedener Hersteller
  • Platzbedarf im Schattenbahnhof

Dieser zusätzliche Aufwand spart später oftmals viel Zeit und verhindert kostspielige Umbauten.

Die nächsten Schritte

In den kommenden Wochen beginnt schließlich der eigentliche Bau der Rheintal-Anlage.

Als Erstes stehen die einzelnen Modulrahmen auf dem Programm. Parallel dazu muss im Keller zunächst ausreichend Platz geschaffen werden, damit die Anlage dauerhaft aufgebaut werden kann.

Dadurch wird sich der Veröffentlichungsrhythmus der Videos vermutlich etwas verlangsamen. Qualität geht für mich jedoch eindeutig vor Geschwindigkeit. Sobald es sichtbare Fortschritte gibt, werde ich diese natürlich wieder mit euch teilen.

Fazit

Mit der Erweiterung des Gleisplans und der frühzeitigen Planung der Blocksteuerung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Gleichzeitig haben die ersten Gleistests gezeigt, dass das geplante Konzept grundsätzlich funktioniert und auch längere Züge zuverlässig ihre Runden drehen können.

Jetzt freue ich mich darauf, den nächsten Schritt zu gehen und endlich mit dem Bau der Module zu beginnen.

Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare und die tolle Unterstützung! Ich freue mich auch weiterhin über eure Ideen und Verbesserungsvorschläge. Vielleicht findet die eine oder andere Anregung noch ihren Weg in die Rheintal-Anlage.


Video zum Bauabschnitt

Das passende YouTube-Video zu diesem zweiten Teil der Serie findet ihr direkt hier im Beitrag. Darin zeige ich euch die Erweiterung des Gleisplans, die geplante Blocksteuerung sowie die ersten Tests mit verschiedenen Gleissystemen und Gleisradien.

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