Die Wiehltalbahn im oberbergischen Südkreis ist eine denkmalgeschützte Museumsbahn – eine Kleinbahnstrecke, die von einem Förderkreis vor dem Abbau bewahrt wurde.
Zwei Eröffnungsdaten
Das erste Teilstück zwischen Osberghausen und Wiehl ging am 21. April 1897 in Betrieb. Bis Waldbröl wurde die Strecke am 15. Dezember 1906 verlängert.
Die Bahn erschloss damit ein Tal, das sonst schwer zu erreichen war – das typische Muster der Kleinbahnen dieser Jahre.
Die Rettung
Am 10. Oktober 1994 gründete sich der Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn e. V., der die Strecke seither betreut und betreibt. Der Vereinsname sagt, worum es ging: Die Strecke stand zur Disposition.
Seit 2004 kommen in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnmuseum Dieringhausen auch Dampfzüge zum Einsatz. Beide Einrichtungen liegen nur wenige Kilometer auseinander.
Fahrtage und Preise
Aktuelle Termine stehen auf der Seite des Förderkreises.
Anfahrt
Bahnhofstraße, 51674 Wiehl.
Gut zu wissen
Die Nähe zum Eisenbahnmuseum Dieringhausen macht eine Kombination naheliegend: dort das Bahnbetriebswerk mit der Fahrzeugsammlung, hier die befahrene Strecke. Wer beides an einem Tag schafft, hat das Oberbergische aus zwei Perspektiven gesehen.
Ein Abschnitt der Strecke ab Hermesdorf ist noch nicht wiederhergestellt – die Arbeit des Förderkreises ist also nicht abgeschlossen.
Für wen sich der Besuch lohnt
Für alle, die Kleinbahnen mögen – und für alle, die sich dafür interessieren, wie so eine Strecke erhalten bleibt. Der Denkmalschutz für eine ganze Bahnstrecke ist eine Besonderheit; er hat hier den Abbau verhindert.
Für Modellbahner: eine oberbergische Kleinbahn mit Schienenbus und gelegentlichem Dampfbetrieb, eingebettet in Waldtäler mit Schieferhäusern – ein Landschaftsbild, das sich von den ewigen Alpen- und Mittelrheinmotiven wohltuend unterscheidet.
Offizielle Seite: wiehltalbahn.de
Bildnachweise
- MAN-Schienenbus der Wiehltalbahn – Foto: Echtner, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
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