Einen Tag nach der Eröffnung: Besuch auf der neuen Großen Pflugfelder Brücke
Am 22. Juli 2026 führte uns ein kleiner Eisenbahnausflug nach Kornwestheim. Unser Ziel war die neu gebaute Große Pflugfelder Brücke, die erst am Vortag offiziell für den Verkehr freigegeben worden war. Damit gehörten wir vermutlich zu den ersten Eisenbahnfans, die den neuen Blick auf den Rangierbahnhof ausgiebig nutzen konnten.
Die Brücke wurde seit Februar 2024 vollständig neu gebaut und verbindet die Heinkel- und Westrandstraße mit der Villeneuvestraße. Mit einer Länge von 166 Metern überspannt sie 16 Gleise des Rangierbahnhofs. Besonders erfreulich für Kornwestheim ist die frühe Fertigstellung. Das Bauwerk konnte rund neun Monate früher als ursprünglich geplant eröffnet werden.

Weiter Blick über den Rangierbahnhof
Von der Brücke aus bietet sich ein beeindruckender Blick über die weitläufigen Gleisanlagen. Zahlreiche Gleise verlaufen nebeneinander, Güterwagen warten auf ihre Weiterfahrt und Rangierlokomotiven bewegen sich zwischen den Wagengruppen. Auch der Ablaufberg lässt sich von hier gut beobachten.
Wir hatten Glück und konnten direkt verfolgen, wie einzelne Güterwagen über den Ablaufberg geschoben wurden. Anschließend rollten sie langsam in Richtung ihrer vorgesehenen Gleise. Solche Abläufe kennt man häufig nur aus Videos oder von der Modelleisenbahn. In Kornwestheim kann man sie aus sicherer Entfernung beim realen Vorbild erleben.
Gerade die vielen kleinen Bewegungen machen den Besuch interessant. An einer Stelle wird eine Wagengruppe verschoben, auf einem anderen Gleis wartet bereits ein langer Güterzug. Dazwischen stehen einzelne Wagen, Lokomotiven und Bahndienstfahrzeuge. Wer etwas Zeit mitbringt, entdeckt ständig neue Motive.

Interessanter Fotopunkt für Eisenbahnfans
Die neue Brücke eignet sich wieder sehr gut zur Beobachtung des Rangierbahnhofs. Durch die erhöhte Position bekommt man einen guten Eindruck von der Größe der Anlage. Besonders spannend sind Aufnahmen mit den zahlreichen Weichenstraßen, Signalen und Oberleitungsmasten.
Für Fotos lohnt es sich, verschiedene Standorte auf der Brücke auszuprobieren. Je nach Tageszeit und Sonnenstand ergeben sich unterschiedliche Blickrichtungen auf den Ablaufberg und die abgestellten Güterwagen. Ein stärkeres Zoomobjektiv ist hilfreich, da viele interessante Betriebsabläufe etwas weiter entfernt stattfinden.
Die Brücke selbst wirkt deutlich moderner als ihr Vorgänger. Ein Teil der alten Stahlkonstruktion soll jedoch erhalten bleiben und auf der Westseite als Denkmal aufgestellt werden. Rund um die Brücke laufen deshalb noch weitere Arbeiten, die voraussichtlich bis Ende 2026 dauern werden.
Unser Eindruck
Der Besuch hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Die Große Pflugfelder Brücke ist wieder ein interessanter Aussichtspunkt für alle, die sich für Güterzüge und Rangierbetrieb interessieren. Besonders das Beobachten der Wagen am Ablaufberg war ein spannendes Erlebnis.
Wer in der Region Stuttgart unterwegs ist und den Eisenbahnbetrieb abseits von Personenbahnhöfen erleben möchte, sollte einen Abstecher nach Kornwestheim einplanen. Mit etwas Geduld gibt es auf dem Rangierbahnhof fast immer etwas zu entdecken.









