Die 111 189-7 gehört zu den Elektrolokomotiven, die über viele Jahre das Bild des deutschen Regionalverkehrs geprägt haben. Sie wurde am 28. Mai 1982 abgenommen und gehört damit zu den später gebauten Maschinen der Baureihe 111. Mit einer Leistung von rund 3.850 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h war sie vielseitig einsetzbar.
Die Geschichte der Baureihe 111 reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Sie entstand als Weiterentwicklung der bewährten Baureihe 110. Zwischen 1974 und 1984 wurden insgesamt 227 Lokomotiven gebaut. Sie kamen zunächst vor hochwertigen Reisezügen zum Einsatz und wurden später vor allem im Regionalverkehr zu einem alltäglichen Anblick. Einige Maschinen waren zudem lange Zeit eng mit dem S-Bahn-Verkehr im Rhein-Ruhr-Gebiet verbunden.
111 189 ist auch deshalb interessant, weil mit ihr wieder eine Reihe von Lokomotiven in der damals typischen Lackierung Ozeanblau/Elfenbein ausgeliefert wurde. Heute kennen viele Eisenbahnfans die Maschine dagegen in Verkehrsrot.
Im Laufe ihres langen Lebens wechselte die 111 189 mehrfach ihren Einsatzort. Stationierungen sind unter anderem in Braunschweig, München, Frankfurt, Stuttgart, Ludwigshafen und Dortmund dokumentiert. Damit blickt die Lok auf mehr als vier Jahrzehnte Eisenbahngeschichte zurück.
Auch im Südwesten war die 111 189 immer wieder anzutreffen. Im Raum Stuttgart konnte sie noch in jüngerer Vergangenheit vor Regionalzügen beobachtet werden. Solche Einsätze sind inzwischen besonders interessant, denn die klassischen 111er sind im alltäglichen Bahnverkehr deutlich seltener geworden.
Mit ihren vier charakteristischen Frontfenstern und der klassischen Form ist die Baureihe 111 bis heute leicht zu erkennen. Für Eisenbahnfans ist die 111 189 deshalb weit mehr als eine weitere rote Elektrolokomotive. Sie ist ein Stück Bundesbahn- und DB-Geschichte, das sich bis in die Gegenwart erhalten hat.
